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Neoliberalismus

Neoliberalismus Definition

Der Neoliberalismus ist eine bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Denkströmung, die sich vor allem kritisch gegen den unter anderen von Adam Smith propagierten Laissez-faire-Liberalismus richtete und dann auch gegen kommunistische Wirtschaftskonzepte.

Zwar bleiben auch im Neoliberalismus wichtige liberalistische Grundideen wie das Privateigentum an Produktionsmitteln und die Wettbewerbs- und Gewerbefreiheit erhalten, staatliche Eingriffe werden jedoch nicht mehr komplett abgelehnt, sondern sind in Ausnahmefällen erlaubt. Solche Ausnahmen können vorliegen, wenn durch den staatlichen Eingriff die Bildung von Kartellen verhindert werden kann oder der staatliche Eingriff zum Ausgleich kurzfristiger Konjunkturschwankungen dient. Auch die Förderung des Marktgeschehens oder des sozialen Ausgleiches sind adäquate Eingriffsziele.

Wichtigster Vertreter des Neoliberalismus in Deutschland war Walter Eucken (1891-1950), der als Begründer des Ordoliberalismus, einer neoliberalistischen Schule, gilt.

In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts änderte sich die Bedeutung des Begriffes Neoliberalismus. Heute versteht man unter Neoliberalismus meist eine (negativ konnotierte) Form des Marktradikalismus.

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